Ein wunderschöner Urlaub ging zu Ende. Mein Mann hatte allerdings gelegentlich unter heftigen Magenschmerzen gelitten und ging daher sofort nach der Rückkehr zum Arzt.
Danach der Schock unseres Lebens: Auf der Leber saßen Metastasen und ein paar Tage später fand man noch den seltenen, aber umso gefährlicheren Gallenwegekrebs.
Eine Operation brachte Hoffnung. Doch dann, nach noch nicht einem halben Jahr, erneut diese bohrenden Schmerzen, wieder Metastasen. Tiefe Niedergeschlagenheit in der Familie.
Trotz der niederschmetternden Befunde der Ärzte versuchten wir alles, was hilfreich schien: Chemotherapie, Mistelpräparate, Selen, Cannabis, Contergan. Nichts wirkte, Verzweiflung breitete sich aus. Die Schmerzen wurden immer unerträglicher. Dann, von einer Notärztin empfohlen, fanden wir endlich den Kontakt zu Pallium.
Bisher sollten wir immer irgendwo hinkommen und mussten oftmals lange warten. Das ist bei bohrenden Schmerzen und miserabler Verfassung, niederdrückend.
Nun hatten wir das große Glück im Unglück, mit Pallium. Hier finden wir Menschen, die zu uns kommen und ganz für uns da sind. Es sind Fachleute, die den Patienten wahrnehmen und vor allem wirklich ernst nehmen. Das Gefühl, das wir vorher häufig hatten, im Medizinbetrieb eine Nummer zu sein, war verschwunden.
Wir treffen auf Menschen, die bescheiden, kompetent und als große Fachleute ihre Grenzen zwar nicht verhehlen, aber meinem Mann auch tatsächlich helfen. Sie beschäftigen sich dabei nicht nur mit einem Patienten und lindern ihm die schlimmen Schmerzen, sondern auch mit der Familie und mit dem Umfeld. Harmonisch und beidseitig befruchtend gestaltete sich die Zusammenarbeit mit unserem Hausarzt.
Als mein Mann zu einer speziellen Schmerztherapie in die Klinik für Tumorbiologie nach Freiburg ging, bestätigte man dort die hervorragende Arbeit von Pallium zusammen mit dem Hausarzt.
Mein Mann verstarb nach der Rückkehr aus Freiburg umsorgt von seiner Familie wunschgemäß zu Hause und wunderbar unterstützt von Pallium, mit Menschen, die Tag und Nacht verfügbar waren, sowohl an Wochentagen als auch an Wochenenden. Pallium gab seinem Leben bis zum Schluss eine menschliche Qualität.
Mai 2005 (Bericht der Ehefrau eines Patienten)